Terra-Nova Outdoor präsentierte das
| 5. Bad Dübener Wintercamp
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[Pressemitteilung] [Ablaufplan]
| 01.02.2002 |
Bei strahlendem Sonnenschein trafen die Teilnehmer des 5.Wintercamps von Terranova-Outdoor in Bad Düben ein. Gegen 16.00 Uhr war das Biwak schon gut gefüllt, 160 Camper sollten es schließlich werden, die dem Ruf von Organisator Jürgen Grothe gefolgt waren. Einige waren schon seit Mittwoch da, 25 Offroadfahrzeuge konnte man zählen und 130 Huskies bellten um die Wette. Der herzlichen Begrüßung alter Bekannter folgte das Beschnuppern und Kennenlernen der "Neuen". Man saß nach dem Abendessen dann endlich gemütlich am Lagerfeuer, erzählte Geschichten vom vergangenen Jahr und freute sich auf das, was kommen sollte, spektakulär und einzigartig in Deutschland - die erste sächsische Nordlandhochzeit! |
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Der Veranstalter hatte an alles
gedacht - sogar eine Schneekanone war organisiert. ![]() |
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02.02.2002 |
Gegen 01.30 Uhr geht es Richtung Burg, sind nur ein paar hundert Meter
von hier aus. Von den 8 Brautpaaren aus ganz Deutschland und England sind
gerade drei übrig geblieben, die bürokratischen Hürden waren den
Anderen einfach zuviel. Aber immerhin, schließlich ist dieses Wintercamp
der einzige Ort in Deutschland, an dem um 02.02 Uhr geheiratet wird. Nun
nicht ganz dieses Camp, denn auch dafür gibt es in Deutschland strenge
Vorschriften. Geheiratet werden darf nur in überdachten, festen
Gebäuden, die außerdem noch zu diesem Zweck bestimmt und zugelassen
wurden. Diese drei Paare allerdings wollten dem Ganzen noch die Krone
aufsetzen (oder sollte man besser sagen, die Hörner?) Nicht genug, dass
man sich um diese außergewöhnliche Zeit in originaler Wikingertracht auf
den Weg zum Traualtar machte, mit Huskie-Gespannen taten sie es, in
Begleitung von Trommlern durch die mit Baumfackeln erleuchteten Straßen.
Auch auf der Burg machte sich eine Gänsehaut-Stimmung breit. Die
Hochzeitsgäste, die außer den Fotografen im Trausaal einen Platz fanden,
verfolgten die einmalige Trauung, die im Übrigen genau zur vorgesehenen
Zeit erfolgte, dann auch mit entsprechender Rührung. Nachdem alle
Gratulanten, darunter auch der Bürgermeister von Bad Düben, sowie
natürlich Jürgen Grothe, der Organisator des ganzen Spektakels, passiert
waren, folgte der Rückzug Richtung Camp. Dort gab es auserlesene
nordische Speisen, es wurde getanzt und gefeiert bis in die Morgenstunden.
Die Hochzeitsnacht muss wohl ein andermal nachgeholt werden.
Um 8.00 Uhr rappelten sich die ersten schon wieder, es gab ein reichhaltiges Frühstück und danach ging es auch schon unmittelbar an die ersten Wettkämpfe. So galt es am Seil eine „Schlucht" zu überwinden, mit dem Bärentöter den Pfeil möglichst in Richtung Zielscheibe zu befördern. Beim Luftbüchsenschießen wurden dann anschließend winzig kleine Teufelchen (Diabolos) auf fast genau so kleine Scheiben abgefeuert. Als Letztes dann sollte per Mountainbike ein 4 Km lange Parkur durchfahren werden, und das gleich zweimal und auf Zeit. Danach war man sich dann einig, die neue Thermowäsche hat sich bewährt, wohl kaum jemand hat beim Wintercamping je so geschwitzt. Nachmittags dann das große Offroad-Abenteuer. Nachdem bei Testfahrten bereits ein VW Iltis versenkt wurde und mit Motorschaden ausfiel, sollte der Nachmittag zu einem unvergesslichen Ereignis für alle Teilnehmer werden. Wurde er auch: Unmittelbar nach der Ankunft auf dem Übungsgelände rutschte der nächste VW von einer Betonüberfahrt und hielt die gesamte Mannschaft eine Stunde lang in Atem, denn hier half auch schwere Bergetechnik nichts, hier war Handarbeit gefragt. An einem sogenannten Bahnübergang folgen dann weitere spektakuläre Aktionen, manch ein Fahrzeug schaffte diese Hürde überhaupt nicht, manche versuchten es auch gar nicht, größere Schäden waren vorprogrammiert. Zum großen Finale dann ins alte Alaunwerk, wo ein jeder noch einmal zeigen konnte, was er vom Schlamm als Gegner hält. Jedoch schien der Gegner gut vorbereitet und versenkte einige der Fahrzeuge soweit, dass sie sich ohne fremde Hilfe in Form eines IFA W50 nicht befreien konnten. Aber auch hier bewies sich der außerordentliche Teamgeist aller Teilnehmer und führte schließlich zum Erfolg. Ich hatte das Vergnügen mit, mit Uwe Groß einem begeisterten Offroader vom 4x4 Club aus Leipzig unterwegs zu sein, war somit hautnah am Geschehen, manchmal sogar etwas zu nah. Aber unversehrt, begeistert und um eine Erfahrung reicher lieferte er mich im Camp wieder ab. (Viele Grüße nach Leipzig!)
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Waren es die großen Fahrzeuge, die uns viel Bergearbeit bescherten, so
versetzte ein kleiner Fiat Panda vor allem die Experten in größtes
Erstaunen. Was doch mit einer gehörigen Portion
Skrupellosigkeit so möglich ist. Wenn auch in dieser Situation der
Beifahrer den Türgriff abriss und der Auspuff zu Bruch ging, man war
nicht auf Hilfe angewiesen. |
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Hervorzuheben auch an diesem Tage die hervorragende Versorgung, die keine Wünsche offen ließ. Heiße und kalte Getränke, immer frisches Brot und Brötchen, Speisen auf Restaurant-Niveau und doch aus der Feldküche sowie musikalische Unterhaltung und Lagerfeuer waren an allen Tagen obligatorisch. Abschluss mit Lagerfeuer, Musik und vielen Geschichten rund um den heutigen Tag bis weit in die Nacht hinein.
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03.02.2002 |
Der Sonntag war zum einen für einen weiteren
Abstecher ins Gelände vorgesehen, wer vom vergangenen Tag noch Genug
hatte, konnte entspannen. Nach dem Mittag folgte die Siegerehrung, die
Vergabe eines Härtezertifikates an jeden Teilnehmer und man
verabschiedete sich langsam, denn Einige hatten noch über 500 km vor
sich.
Über eines war man sich am Ende dieses 5. Wintercamps einig: man sieht sich beim 6. wieder, das ist man schon den Organisatoren und vielen Helfern und Sponsoren schuldig. René Hermel |
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